Goll und Silber

Rückblick zum Orgelkonzert "Goll und Silber" anlässlich des 25. Jubiläum der Goll-Orgel in der Pfarrkirche Horw vom 14.11.2021
Erwartungsvoll steuerten viele Besucher an diesem nebligen Nachmittag die Pfarrkirche an, bereitwillig wurden Zertifikate und Ausweis gezeigt – für ein Konzert nahm man diese Eingangskontrolle gerne auf sich.

Es war das erste Mal seit 2020 dass live ein Konzert in der Kirche besucht werden konnte – das Orgeljubiläum war ein gelungener Start für die neue Konzertsaison MSTK.

Nach der Begrüssung durch den Präsidenten Joseph Hofstetter übernahm Martin Heini das Wort und gab seiner Freude über das Jubiläum der Goll-Orgel Ausdruck. Ein spezieller Gruss ging an Beat Grenacher, der alle Orgelpfeifen vor 25 Jahren intoniert hat. Welche Freude, dass er an seinem 80. Geburtstag samt Festgesellschaft das Konzert besuchte!

Martin Heini betonte, dass es laut werden könne und wir nicht erschrecken sollen… dieses Versprechen löste er schon bald ein.

Zu Beginn erklang Louis Viernes «Hymne au soleil», der Lobgesang an die Sonne. Tänzerische spielerische Klänge wurden unterbrochen durch Dissonanzen die sich immer wieder auflösten und in einem fulminanten Schlussakkord mündeten. Es war direkt spürbar, die Vibrationen erfüllten das ganze Kirchenschiff.

Johann Sebastian Bachs Choräle «Allein Gott in der Höh sei Ehr» brachten mit ihrer klaren Formensprache und den verschiedenen Choralmelodien, dem Cantus Firmus, in Sopran, Tenor und Bass besinnliche meditative Momente.

Die Najades – Nymphen aus der griechischen Mythologie – wachen über Quellen und Bäche. Martin Heinis Finger flogen so flink über die Tasten im Orgelstück von Viernes Fantasien, man hörte förmlich das glitzernde Wasser über Stock und Stein fliessen. Cesar Franck’s «Grande Pièce Symphonique» zum Abschluss des Jubi-läumskonzertes war wie ein Konzert im Konzert. Von Pianissimo bis zum finalen Schlussakkord erfüllten vielfältige Klänge in verschiedenen Tempi den Kirchen-raum, ein Stück das alles vom Organisten und den «Engeln» beim Registrieren verlangte.

Das Publikum verdankte diese tolle Leistung mit grossem Applaus und freute sich mit dem strahlenden Organisten. Noch nicht zu müde, gab Martin Heini noch eine Zugabe von Vierne, erstaunlich diese Konzentration bis zuletzt, Chapeau!

Martin Heini schaffte es, die Orgeltöne in «Gold und Silber» zu fassen, es entstanden musikalische Schmuckstücke – vielleicht auch später noch hörbar denn vom Konzert wurde eine Audioaufnahme erstellt.

Herzlichen Dank dem Tonmeister Beat Hohmann auf der Empore. Dank auch der Kirchgemeinde, die den Kirchenraum für die Konzertreihe zur Verfügung stellt.

Christina Kleeb für Musik zu St. Katharina
Goll und Silber 14.11.21
19.11.2021
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